LoRa-Mesh auf 868 MHz, lizenzfrei und ohne Internet. Kanal scannen, Nachricht senden – mitten drin im Kärntner Netz.
#kfDer gemeinsame Kanal von KÄRNTEN FUNKT im MeshCore-Netz. Offen für alle – Mitglieder, Interessierte, Neugierige.
In der MeshCore-App: Menü → Kanal hinzufügen → QR-Code scannen
Kanalname
#kf
Geheimer Schlüssel (AES, hex)
18d080f05b6e908c08301da15f2e1d74
Kein QR-Scanner am Gerät? Kanal manuell anlegen: Name #kf eintragen, Schlüssel einfügen, fertig.
Wichtig zu wissen: #kf ist ein öffentlicher Kanal. Der Schlüssel steht hier frei zugänglich – jeder in Funkreichweite kann mitlesen und unter beliebigem Namen senden. Das ist so gewollt: Wir wollen, dass möglichst viele mitfunken. Aber: keine privaten Daten, keine Passwörter, nichts Vertrauliches über diesen Kanal. Für Privates gibt es Direktnachrichten oder einen eigenen Kanal mit eigenem Schlüssel.
1
Ein LoRa-Board für 868 MHz – Heltec V3 ab ca. 20 €, RAK oder LILYGO für unterwegs. Handelsübliche Module, nichts Exotisches.
2
Board per USB anstecken, im Browser den MeshCore-Flasher öffnen, Rolle Companion wählen. Dauert wenige Minuten.
3
App installieren (Android, iOS, Desktop), per Bluetooth koppeln, QR oben scannen – und du bist auf #kf.
Die Hardware ist dieselbe wie bei anderen LoRa-Mesh-Netzen – du kannst also ein vorhandenes Board umflashen statt neu zu kaufen. Drei Wege in den Kanal:
Der Seeed Wio Tracker L1 Pro ist als Variante mit MeshCore ab Werk bestellbar – auspacken, koppeln, Kanal scannen. Ebenso einsteigerfreundlich: der SenseCAP T1000-E im Kreditkartenformat, den man auf MeshCore umflasht. Beide rund 40 bis 65 €.
Ein Heltec V3 ab etwa 20 € reicht völlig, um mitzulesen und zu schreiben. Am Netzteil auch als fester Knoten brauchbar – für Solarbetrieb ist der ESP32 darauf allerdings zu durstig.
Für feste Standorte: SenseCAP Solar Node oder RAK WisMesh Repeater Mini, beide mit sparsamem nRF52 und fertigem Solargehäuse. Achtung beim Antennenkauf: RP-SMA, nicht SMA.
Zwei Stolpersteine, Stand August 2026: Beim Elecrow ThinkNode M6 ist dokumentiert, dass die MeshCore-Repeater-Firmware den Solarladeregler nicht ansteuert – unter Meshtastic lädt dasselbe Gerät problemlos. Und beim XIAO-nRF52840-Kit gibt es offene Fehlerberichte, dass MeshCore nach dem Trennen der Stromversorgung nicht mehr reagiert. Beides kann behoben sein, wenn du das liest – vor dem Kauf kurz den aktuellen Stand prüfen.
Vollständige Geräteliste mit Preisen und Bezugsquellen →
Ein Kanal allein reicht nicht: Zwei Geräte hören einander nur, wenn auch die Funkparameter identisch sind. In Österreich gilt das Preset, das die Community EU/UK Narrow nennt – damit funken wir, und damit funkt das ganze AT-Netz.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Frequenz | 869,618 MHz |
| Bandbreite | 62,5 kHz |
| Spreading Factor | SF8 |
| Coding Rate | 8 |
| Kurzform in der CLI | set radio 869.618,62.5,8,8 |
| Rolle | Companion (Handgerät) – Repeater nur an fixen Standorten |
Achtung, häufigster Anfängerfehler: Es kursieren noch ältere Werte (869,525 MHz, BW 250 kHz, SF11) – unter anderem als Voreinstellung mancher Firmware-Builds. Damit hört man niemanden und wird von niemandem gehört. Das sieht aus wie ein Hardwaredefekt, ist aber nur ein falsches Preset.
Weil es eine Absprache ist, keine Vorschrift – dieser Unterschied wird oft falsch dargestellt. Die Regulierung gibt ein Band frei, keine einzelne Frequenz: Im Bereich 869,4–869,65 MHz sind nach der harmonisierten EU-Entscheidung 2006/771/EG (in Österreich über die Frequenznutzungsverordnung, Anlage 2) bis zu 500 mW e.r.p. bei 10 % Sendezeitanteil zulässig. Sowohl 869,525 als auch 869,618 MHz liegen darin. Beides ist legal – auf dem Default funkt man nur allein.
Der eigentliche Grund für die schmale Variante ist die Sendezeit. Die 10 % gelten pro Gerät und pro Stunde, unabhängig von der Frequenz. Ein Paket mit SF11 und 250 kHz belegt die Luft deutlich länger als dasselbe Paket mit SF8 und 62,5 kHz. Das schmalere Preset kauft also mehr nutzbare Nachrichten innerhalb derselben rechtlichen Grenze – und mehr Nodes, die nebeneinander Platz haben.
Kurz: für diesen Bereich nicht. In der geltenden konsolidierten Fassung der EU-Entscheidung 2006/771/EG (Stand 13.08.2019, zuletzt geändert durch 2019/1345) steht der Bereich 869,4–869,65 MHz als Band Nr. 54, „Non-specific short-range devices“, mit 500 mW e.r.p. In der Spalte für Kanalraster und Zugriffsregeln steht dort nur: Techniken zum Spektrumszugriff und zur Störungsminderung anwenden – alternativ ein Sendezeitanteil von 10 %. Kein Kanalraster.
Das oft zitierte 25-kHz-Raster mit dem Zusatz „das ganze Band darf auch als ein Kanal für schnelle Datenübertragung genutzt werden“ steht in benachbarten Zeilen – bei den Bändern für Alarmanlagen (Low duty cycle/high reliability devices, etwa 868,6–868,7 oder 869,65–869,7 MHz). Es gilt nicht für unser Band. Ältere Ausgaben von ERC/REC 70-03 führen die Rasterangabe noch breiter; wer die zitiert, zitiert einen überholten Stand.
Was stattdessen einzuhalten ist:
In Österreich greift diese EU-Entscheidung über die Frequenznutzungsverordnung (Anlage 2, BGBl. II Nr. 397/2019). Eine eigene Funk-Schnittstellenbeschreibung mit abweichendem Kanalraster für 869,4–869,65 MHz ist in der FSB-LD-Sammlung nicht enthalten.
Ein zentrales Normdokument für die 869,618 MHz gibt es nicht – es ist eine Community-Konvention, und sie kann sich ändern. Das niederländische Netz stellt beispielsweise gerade auf andere Spreiz- und Coding-Werte um. Wer eine feste Station baut, schaut vorher auf meshcore.at nach dem aktuellen Stand.
MeshCore ist eine Firmware für günstige LoRa-Funkmodule, die daraus ein Mesh-Netz baut: Nachrichten hüpfen von Knoten zu Knoten, bis sie ankommen. Kein Mobilfunk, kein Internet, kein Server dazwischen.
Gebaut ist es für geplante Infrastruktur: Nur feste Repeater leiten weiter, Handgeräte (Companions) senden und empfangen ausschliesslich. Direktnachrichten laufen über gespeicherte Pfade statt durchs ganze Netz. Das spart Sendezeit – und Sendezeit ist auf einem geteilten Band die knappste Ressource. Genau deshalb trägt ein MeshCore-Netz mit vielen Teilnehmern weiter, als man es von einem Funknetz mit dieser Sendeleistung erwarten würde.
Dazu kommt ein sauberes Rollen- und Regionenkonzept: Repeater bekommen Regionen zugewiesen (für Kärnten at-ktn und at-sued), Kanäle lassen sich damit verknüpfen. Verkehr aus Vorarlberg frisst so keine Sendezeit im Gailtal. Und der Room Server – ein schwarzes Brett, das Nachrichten speichert und beim Anmelden zustellt – macht aus dem Mesh mehr als eine reine Direktverbindung.
Zum Weiterlesen: Routing, Rollen, MQTT, Verschlüsselung und Rechtslage in Österreich stehen ausführlich in unserem Technik-Vergleich.
Nein. MeshCore läuft auf 868 MHz im lizenzfreien ISM-Band. Keine Prüfung, keine Anmeldung, keine Gebühren – Gerät kaufen und loslegen.
Nein. #kf ist offen für alle. Wenn dir gefällt, was wir machen, freuen wir uns natürlich über dich bei Mitmachen.
Technisch ja – aber der Schlüssel steht öffentlich auf dieser Seite. Die Verschlüsselung schützt den Kanal also nicht vor Mitlesern, sie hält nur fremden Verkehr aus dem Kanal heraus. Behandle #kf wie ein offenes Funkgespräch: Jeder kann zuhören.
Im Tal und in der Stadt ein paar Kilometer direkt. Interessant wird es über Repeater auf Bergstandorten – Berg zu Berg sind Verbindungen über viele Dutzend Kilometer möglich. Je mehr feste Knoten, desto besser die Abdeckung: Genau deshalb bauen wir das Netz gemeinsam auf.
Umflashen, fertig. MeshCore läuft auf denselben Boards; der Flasher im Browser braucht ein paar Minuten. Rückwärts geht es genauso, du verlierst also nichts. Wer beides gleichzeitig laufen lassen will, braucht ein zweites Board – eine Firmware pro Gerät.
Nein. MeshCore ist Text, kein Sprechfunk, und ein Hobbynetz ohne Verfügbarkeitsgarantie. Als zusätzlicher Weg, wenn Mobilfunk und Strom weg sind, ist es trotzdem wertvoll – besonders in Kombination mit PMR oder CB-Funk für die Sprache.
Fragen zum Einstieg, zur Hardware oder zum Flashen? In unserer Telegram-Gruppe hilft dir jemand weiter – und auf #kf sowieso.
Mit Ihrer Spende helfen Sie uns, das Funknetzwerk in Kärnten auszubauen und neue Ausrüstung anzuschaffen.
KÄRNTEN FUNKT
IBAN: AT55 3925 7000 0004 1863
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