Funk-Glossar

Fachbegriffe aus Amateurfunk, CB-Funk, PMR und Funktechnik einfach erklärt

Ob du gerade erst mit PMR anfängst oder schon auf Kurzwelle QRV bist – hier findest du die wichtigsten Begriffe rund um Funk, erklärt für Einsteiger und Fortgeschrittene.

#

73
Viele Grüße – der Standardgruß im Amateurfunk am Ende eines QSOs.
88
Liebe und Küsse – persönlicher Gruß im Amateurfunk.

A

ADIF
Amateur Data Interchange Format – Standardformat zum Austausch von Logbuchdaten zwischen Programmen.
AFU
Kurzform für Amateurfunk.
AM
Amplitudenmodulation – Modulationsart, bei CB-Funk auf Kanal 1–40 erlaubt.
Antenne
Wandelt elektrische Signale in Funkwellen um und umgekehrt. Wichtigstes Element jeder Funkstation.
APRS
Automatic Packet Reporting System – digitales System zur Übermittlung von GPS-Position, Wetter und Kurznachrichten über Funk.

B

Balun
Balanced-Unbalanced – Übertrager zwischen symmetrischen und unsymmetrischen Leitungen, z.B. zwischen Dipol und Koaxkabel.
Band
Ein Frequenzbereich für Funkbetrieb, z.B. das 2-Meter-Band (144–146 MHz) oder das 11-Meter-Band (CB-Funk).
Bandplan
Vereinbarter Plan, welche Betriebsarten in welchem Frequenzabschnitt verwendet werden dürfen.
Beacon
Automatischer Sender, der ständig ein Signal aussendet – wird zur Ausbreitungsbeobachtung genutzt.
BOS
Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben – Feuerwehr, Rettung, Polizei.

C

Callsign
Siehe Rufzeichen.
CB-Funk
Citizens Band – lizenzfreier Jedermannfunk auf dem 11-Meter-Band (27 MHz), 40 Kanäle, max. 4 Watt.
CEPT
Conférence Européenne des Postes et Télécommunications – Abkommen, das europäische Amateurfunklizenzen gegenseitig anerkennt.
CQ
Allgemeiner Anruf im Funk – „Ich suche Funkpartner“. Wird auf allen Betriebsarten verwendet.
CTCSS
Continuous Tone-Coded Squelch System – unhörbarer Subton zur Relaisaktivierung oder Gruppenbildung. Bei PMR auch „Subcode“ genannt.
CW
Continuous Wave – Morsetelegrafie. Älteste digitale Betriebsart, sehr effizient bei schwachen Signalen.

D

D-STAR
Digital Smart Technologies for Amateur Radio – digitaler Sprachstandard von ICOM.
Dipol
Einfache, effektive Drahtantenne – Hälften je ¼ Wellenlänge lang. Grundlage vieler Antennenformen.
DMR
Digital Mobile Radio – digitaler Sprachstandard mit Talkgroups und Timeslots. Brandmeister ist das größte Netz.
DX
Fernverbindung – Funkverkehr über große Entfernungen. Bei CB auch Überreichweite/Skip genannt.

E

Echolink
VoIP-System, das Amateurfunkrelais über das Internet miteinander verbindet.
E-Skip
Sporadische E-Schicht-Ausbreitung – ermöglicht gelegentlich Weitverkehr auf VHF (2m, 6m) und CB-Funk.

F

Fieldday
Portabel-Funkveranstaltung im Freien – oft mit Zelten, Generatoren und provisorischen Antennen.
FM
Frequenzmodulation – störungsarme Modulationsart, Standard bei PMR, Relais und UKW-Funk.
FT8
Digitale Betriebsart für schwache Signale. Computergestützt, extrem effizient, sehr beliebt für DX.
Frequenz
Anzahl der Schwingungen pro Sekunde in Hertz (Hz). Bestimmt den „Kanal“ auf dem gefunkt wird.

G

Groundplane
Vertikalantenne mit radialen Gegengewichten. Beliebt für Stationsbetrieb auf UKW und als CB-Stationsantenne.

H

HAMNET
Highspeed Amateurradio Multimedia Network – Breitband-Datennetz für Funkamateure, ähnlich dem Internet.
HAREC
Harmonised Amateur Radio Examination Certificate – in CEPT-Ländern gegenseitig anerkannte Amateurfunklizenz.
HF
High Frequency / Kurzwelle – 3–30 MHz. Ermöglicht weltweiten Funkverkehr.

I

Ionosphäre
Elektrisch geladene Schicht der Atmosphäre. Reflektiert Kurzwellensignale und ermöglicht so Weitverkehr.

K

Kanal
Feste Frequenzzuordnung bei PMR (1–16) und CB-Funk (1–40). Bei Amateurfunk spricht man von Frequenzen.
KW
Kurzwelle – siehe HF.

L

LoRa
Long Range – energiesparende Funktechnik für IoT und Meshtastic. Lizenzfrei auf 868 MHz in Europa.
LSB
Lower Sideband – Seitenbandmodulation, wird auf Kurzwelle unter 10 MHz verwendet.

M

Meshtastic
Open-Source Mesh-Netzwerk auf LoRa-Basis. Textnachrichten und GPS ohne Mobilfunk, lizenzfrei, ab ca. 20 €.
MUF
Maximum Usable Frequency – höchste Frequenz, die von der Ionosphäre reflektiert wird. Wichtig für KW-Ausbreitung.

N

Notfunk
Funkkommunikation in Katastrophenfällen. Amateurfunk ist oft die letzte Kommunikationsmöglichkeit bei Blackout.

O

OE
Landeskenner für Österreich im Amateurfunk. OE8 = Kärnten.

P

PMR
Private Mobile Radio (PMR-446) – lizenzfreier Handfunk auf 446 MHz, 16 Kanäle, max. 0,5 Watt. Reichweite 1–5 km.
POTA
Parks on the Air – Portabelfunk aus Naturparks und Schutzgebieten.
Propagation
Funkausbreitung – wie Signale von Sender zu Empfänger gelangen (Bodenwelle, Raumwelle, Sicht).
PTT
Push-to-Talk – Sendetaste am Funkgerät. Drücken = Senden, Loslassen = Empfangen.

Q

QRG
Q-Code für Frequenz. „Welche QRG?“ = „Auf welcher Frequenz?“
QRM
Künstliche Störungen (von anderen Sendern oder Elektronik).
QRN
Natürliche Störungen (Gewitter, atmosphärisches Rauschen).
QRV
„Ich bin bereit“ / empfangsbereit. „Bist du QRV?“ = „Bist du auf Empfang?“
QSL
Bestätigungskarte für eine Funkverbindung. Wird gesammelt wie Briefmarken.
QSO
Funkverbindung / Funkgespräch zwischen zwei oder mehreren Stationen.
QTH
Standort. „Mein QTH ist Villach“ = „Ich bin in Villach“.

R

Relais
Automatische Funkstelle auf einem Berg oder Gebäude, die empfangene Signale verstärkt wieder aussendet. Vergrößert die Reichweite enorm.
Roger
Verstanden / Bestätigung. Im CB-Funk und PMR weit verbreitet.
Rufzeichen
Einmalige Kennung eines Funkamateurs, z.B. OE8ABC. Wird von der Behörde zugeteilt.

S

Simplex
Direktverbindung zwischen Funkgeräten auf einer Frequenz, ohne Relais.
SFI
Solar Flux Index – Maß für Sonnenaktivität. Über 100 = gute KW-Bedingungen.
SOTA
Summits on the Air – Portabelfunk von Berggipfeln. Punkte für Aktivierer und Jäger.
Squelch
Rauschsperre – blendet Hintergrundrauschen aus, wenn kein Signal empfangen wird.
SSB
Single Sideband – effiziente Modulationsart für Kurzwelle (USB/LSB). Standard für Sprechfunk auf KW.
Standing Wave Ratio
Siehe SWR.
SWR
Stehwellenverhältnis – Maß für die Anpassung zwischen Sender und Antenne. Ideal: 1:1, akzeptabel: bis 1:3.

T

Talkgroup
Virtuelle Gruppe im DMR-Netz. Wie ein Kanal, aber digital und weltweit schaltbar.

U

UHF
Ultra High Frequency – 300–3000 MHz. Dazu gehören das 70cm-Band (Amateurfunk) und PMR-446.
USB
Upper Sideband – Seitenbandmodulation, wird auf Kurzwelle über 10 MHz verwendet.
UTC
Coordinated Universal Time – Weltzeit. Im Amateurfunk werden Zeiten immer in UTC angegeben.

V

VHF
Very High Frequency – 30–300 MHz. Dazu gehören das 2-Meter-Band (Amateurfunk) und UKW-Radio.

W

Watt
Maßeinheit für Sendeleistung. PMR: 0,5 W, CB: 4 W, Amateurfunk: bis 1000 W je nach Lizenz.
Wellenlänge
Abstand zwischen zwei Wellenbergen. Bestimmt Antennenlänge und Ausbreitungseigenschaften. 2m-Band = ca. 2 Meter Wellenlänge.

Y

Yagi
Richtantenne mit Direktorstäben und Reflektor. Bündelt das Signal in eine Richtung = mehr Reichweite.

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