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Betriebsarten

Alle Funkarten im Überblick – mit und ohne Lizenz

Gut zu wissen: Viele Betriebsarten erfordern eine Amateurfunklizenz. PMR-446, CB-Funk und LoRa/Mesh sind lizenzfrei und für jeden sofort nutzbar. Lizenzpflichtige Betriebsarten sind entsprechend gekennzeichnet.

Lizenzfreie Betriebsarten

Lizenzfrei

PMR-446 (analog & digital)

Einfachste Funkart für jedermann. 16 analoge Kanäle auf 446 MHz. Digital (dPMR446/DMR Tier I) bietet zusätzlich bis zu 32 Kanäle, klareren Klang und Textnachrichten – ebenfalls lizenzfrei.

Frequenz: 446,0–446,2 MHz

Modulation: FM (analog) / dPMR / DMR Tier I

Leistung: max. 0,5 Watt ERP

Reichweite: 1–5 km

Hinweis: Wer digital sendet, ist auf analogen Geräten nur als Rattern/Zirpen hörbar – nicht als Sprache. dPMR (z.B. Kenwood) und DMR (z.B. Hytera) sind zwei verschiedene Standards und nicht untereinander kompatibel. Im Analog-Modus sprechen aber alle Geräte miteinander.

Geräte → Kanalliste →
Lizenzfrei

CB-Funk

40 Kanäle auf 27 MHz. Regional 10–30 km. Bei Überreichweiten (Sporadic-E, Tropo, F2) auch DX über hunderte bis tausende Kilometer – besonders mit SSB.

Frequenz: 26,965–27,405 MHz

Modulation: AM, FM, SSB

Leistung: 4W FM/AM, 12W SSB

Reichweite: 10–30 km (DX: 100–3.000+ km)

Modulations-Tipp: FM = bester Klang im Nahbereich (Standard in AT/EU). AM = klassisch, international verbreitet, störanfälliger. SSB = größte Reichweite (12W statt 4W erlaubt), klingt ohne Feinabstimmung verzerrt – der „Mickymaus-Effekt“. Die meisten Geräte können FM+AM; SSB ist ein Premium-Feature.

Kanalliste → Geräte →
Lizenzfrei

LoRa & Mesh

Digitale Textnachrichten, GPS-Tracking und Telemetrie über Meshtastic, MeshCom oder MeshCore. Energiesparend und off-grid-fähig.

Frequenz: 433 / 868 MHz / 2,4 GHz (ISM)

Modulation: LoRa (CSS)

Leistung: 10–25 mW (ERP)

Reichweite: 1–30 km

Geräte →
Radioddity PR-T1 PMR-446 Funkgerät Vorschaubild

Radioddity PR-T1 – PMR-446 Funkgerät

Unsere Empfehlung für den PMR-Einstieg – kompakt, günstig, zuverlässig.

Quelle: KÄRNTEN FUNKTOriginal auf YouTube

CB-Funk auf 27 MHz Vorschaubild

CB-Funk – Lizenzfrei auf 27 MHz

CB-Funk im Überblick – 40 Kanäle, AM/FM/SSB, und bei guten Bedingungen DX über tausende Kilometer.

Quelle: KÄRNTEN FUNKT

Analoge Sprache

FM, AM, SSB – was bedeutet das?

Jedes Funkgerät muss die Stimme auf eine Funkwelle „aufprägen“ – das nennt man Modulation. Die drei wichtigsten Verfahren im Sprechfunk unterscheiden sich in Klangqualität, Reichweite und Störanfälligkeit:

  • FM (Frequenzmodulation) – Die Stimme verändert die Frequenz der Welle leicht hin und her. Ergebnis: klarer Klang, wenig Rauschen. Standard für UKW-Radio, PMR und CB in Europa. Nachteil: braucht mehr Bandbreite.
  • AM (Amplitudenmodulation) – Die Stimme verändert die Lautstärke (Amplitude) der Welle. Bekannt vom Mittelwelle-Radio. Einfach, international verbreitet, aber anfälliger für Knack- und Prassel-Störungen.
  • SSB (Einseitenband) – Eine smarte Variante von AM: Es wird nur die halbe Welle gesendet und der unnötige Träger weggelassen. So steckt die gesamte Leistung in der Sprache → größere Reichweite bei gleicher Wattzahl. Der Empfänger muss das Signal aber genau abstimmen, sonst klingt es wie Mickymaus oder Darth Vader.

Kurz: FM = bester Klang, AM = einfach & kompatibel, SSB = weiteste Reichweite. Auf CB-Funk sind alle drei lizenzfrei nutzbar (FM/AM 4W, SSB 12W). Im Amateurfunk dominiert SSB auf Kurzwelle und FM auf VHF/UHF.

Lizenz

FM (Frequenzmodulation)

Standard-Sprachbetrieb auf 2m und 70cm. Störungsarm, einfach zu bedienen. Über Relais kärntenweite Abdeckung. Auch auf CB (27 MHz) und PMR (446 MHz) lizenzfrei genutzt.

Bänder: 2m (144 MHz), 70cm (430 MHz)

Klang: Klar, wenig Rauschen

Typisch: Relais, Direktverbindungen, Notfunk

Lizenz

SSB (Einseitenbandmodulation)

Effiziente Modulation für Kurzwelle. Ermöglicht weltweite Sprachverbindungen (DX) mit geringer Sendeleistung. Auf CB lizenzfrei mit 12W – die Reichweiten-Königsklasse.

Bänder: Kurzwelle (1,8–30 MHz), CB (27 MHz)

Klang: Schmalbandig; braucht Feinabstimmung

Typisch: DX, Contesting, Notfunk weltweit

Lizenz

AM (Amplitudenmodulation)

Klassische Modulationsart, bekannt vom Mittelwelle-Radio. International auf CB-Funk verbreitet (z.B. USA). Im Amateurfunk gelegentlich für Nostalgie-Runden auf Kurzwelle.

Bänder: Kurzwelle, CB (27 MHz)

Klang: Warm, aber störanfällig

Typisch: CB-Funk (international), AM-Runden

Amateurfunk auf Kurzwelle Vorschaubild

Amateurfunk auf Kurzwelle – Frequenzen & Einstellungen

USB, LSB, SSTV – eine Einführung in den analogen Sprachbetrieb auf Kurzwelle.

Quelle: WanderlinseOriginal auf YouTube

Morsetelegrafie (CW)

Lizenz

CW – Continuous Wave

Die älteste und effizienteste Betriebsart. Morsezeichen benötigen minimale Bandbreite und kommen auch bei extrem schwachen Signalen durch. Keine Pflicht mehr für die Lizenz, aber ein faszinierendes Hobby im Hobby.

Bänder: alle Amateurfunkbänder

Bandbreite: ca. 150 Hz

Typisch: DX, QRP (Kleinstleistung), Contesting

CW Morsen lernen Vorschaubild

CW/Morsen lernen – Wie, warum und überhaupt!

Warum Morsen heute noch fasziniert und wie man es lernt.

Quelle: FUNKFIEBEROriginal auf YouTube

Digital Voice

Lizenz

DMR

Digital Mobile Radio. Zwei Gespräche gleichzeitig auf einem Kanal (TDMA). Weltweit vernetzt über Brandmeister- und DMR+-Netzwerk.

Bänder: 2m, 70cm

Netzwerk: Brandmeister, DMR+

Geräte: Anytone, Hytera, Motorola

Lizenz

D-STAR

Von ICOM und JARL entwickeltes Digitalsystem. Integrierte Datenübertragung und weltweite Vernetzung über Reflektoren.

Bänder: 2m, 70cm, 23cm

Netzwerk: D-STAR Reflektoren

Geräte: ICOM (ID-52, IC-705, IC-9700)

Lizenz

C4FM / System Fusion

Yaesu-System mit automatischem Wechsel zwischen Analog und Digital. Einfache Bedienung, gute Sprachqualität.

Bänder: 2m, 70cm

Netzwerk: Wires-X, YSF Reflektoren

Geräte: Yaesu (FT-70D, FT-5D, FTM-300)

Einführung in D-STAR Vorschaubild

Einführung in D-STAR

D-STAR erklärt – Reflektoren, Geräte und Einstieg in den digitalen Sprachbetrieb.

Quelle: Michi OE8VIKOriginal auf YouTube

Digitale Daten

Lizenz

FT8 / FT4

Schwachsignal-Digimodes von K1JT. Computergestützte QSOs mit minimaler Sendeleistung. Weltweite Verbindungen mit wenigen Watt möglich.

Bänder: Kurzwelle, 6m, 2m

Software: WSJT-X, JTDX

Bandbreite: ca. 50 Hz pro Signal

Lizenz

APRS

Automatic Packet Reporting System. GPS-Positionsmeldungen, Wetterdaten und Kurznachrichten über Funk – automatisch und in Echtzeit auf der Karte.

Frequenz: 144,800 MHz (EU)

Protokoll: AX.25

Anzeige: aprs.fi

Lizenz

Winlink

E-Mail über Funk – ohne Internet. Nachrichten werden per HF oder VHF an Winlink-Gateways gesendet und ins Internet weitergeleitet. Essentiell für Notfunk.

Bänder: Kurzwelle, 2m

Protokoll: VARA, Pactor, Packet

Software: Winlink Express

FT8 Überblick und QSO-Prinzip Vorschaubild

FT8 – Überblick & QSO-Prinzip

Wie FT8 funktioniert und warum es die beliebteste Digimode ist.

Quelle: FunkwelleOriginal auf YouTube

Bildübertragung

Lizenz

SSTV (Slow Scan Television)

Einzelbilder über Funk übertragen – auch auf Kurzwelle. Faszinierende Betriebsart, die Bilder in ca. 1–2 Minuten überträgt. Wird auch von der ISS genutzt.

Bänder: Kurzwelle, 2m

Software: MMSSTV, Robot36 (Android)

Lizenz

ATV (Amateurfunk-Fernsehen)

Echtzeit-Videoübertragung über Funk. Wird auf höheren Frequenzen (70cm, 23cm, 13cm) betrieben. Auch über DATV (Digital ATV) möglich.

Bänder: 70cm, 23cm, 13cm

Typ: Analog (PAL) oder Digital (DVB-S)

SSTV-Bilder von der ISS empfangen Vorschaubild

SSTV-Bilder von der ISS empfangen

Bilder aus dem Weltraum mit einem einfachen Handfunkgerät empfangen – so geht’s.

Quelle: DL2YMROriginal auf YouTube

Satellitenfunk & EME

Lizenz

Satellitenfunk (QO-100 & LEO)

QO-100 (Es'hail-2) ermöglicht stabile Verbindungen über einen geostatonären Satelliten – von Brasilien bis Thailand. LEO-Satelliten (OSCAR) bieten kurze Passagen für QSOs. Unsere Klubstation OE8XKX ist QO-100-fähig.

Uplink: 2,4 GHz (QO-100)

Downlink: 10 GHz (QO-100)

Modi: SSB, CW, DATV

Lizenz

EME (Erde-Mond-Erde)

Moonbounce – Funksignale werden vom Mond reflektiert. Die Königsdisziplin des Amateurfunks. Erfordert große Antennen und empfindliche Empfänger.

Bänder: 2m, 70cm, 23cm

Modi: CW, JT65, Q65

QO-100 Satellitenfunk für Einsteiger Vorschaubild

QO-100 für Einsteiger

Einführung in den geostatonären Amateurfunk-Satelliten QO-100 (Es’hail-2).

Quelle: DARCOriginal auf YouTube

LoRa & Mesh-Netzwerke

Lizenzfrei

Meshtastic

Open-Source Mesh-Netzwerk auf LoRa-Basis. Textnachrichten, GPS-Positionen und Telemetrie – ohne Internet, ohne Infrastruktur. Steuerung über Smartphone-App via Bluetooth.

Frequenz: 433 / 868 MHz / 2,4 GHz

Firmware: Open Source (meshtastic.org)

Lizenzfrei

MeshCom

Von der österreichischen Amateurfunk-Community entwickeltes Mesh-Netz. Nodes sind über MQTT-Gateways mit dem Internet verbunden und ermöglichen österreichweite Kommunikation.

Frequenz: 433 MHz (OE)

Firmware: MeshCom (OE-Projekt)

Lizenzfrei

MeshCore

Neuere Mesh-Firmware mit Fokus auf Effizienz und Geschwindigkeit. Unterstützt Repeater-Modus und Room-basierte Kommunikation.

Frequenz: 433 / 868 MHz / 2,4 GHz

Firmware: Open Source

ARTE Off-Grid kommunizieren mit Meshtastic Vorschaubild

ARTE Tracks: Off-Grid kommunizieren

Das geheime Netzwerk ohne Internet & 5G – ARTE Dokumentation über Meshtastic und LoRa Mesh-Netzwerke.

Quelle: ARTEOriginal auf YouTube

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Ob lizenzfrei mit PMR oder weltweit mit Kurzwelle – wir helfen dir beim Einstieg.

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