Amateurfunkprüfung in Österreich

Ablauf, Kosten, Prüfungsorte, Vorbereitung – alles was du wissen musst (Stand 2026)

Die Amateurfunkprüfung – Überblick

Um in Österreich auf Amateurfunkfrequenzen senden zu dürfen, brauchst du eine Amateurfunkbewilligung. Dafür musst du die Amateurfunkprüfung bei der Fernmeldebehörde (FB) im Bundesministerium für Finanzen ablegen.

Die Prüfung ist rein schriftlich (Multiple Choice) und umfasst je nach Lizenzklasse unterschiedliche Wissensgebiete. Es gibt kein Mindestalter – auch Jugendliche können die Prüfung ablegen.

Gut zu wissen: Die Amateurfunkbewilligung wird in Österreich unbefristet erteilt. Es gibt keine Verlängerung oder Wiederholungsprüfung.

Lizenzklassen in Österreich

Österreich kennt vier Lizenzklassen mit unterschiedlichem Prüfungsumfang und Berechtigungen:

Klasse Bezeichnung Prüfungsteile Berechtigungen
Klasse 1 CEPT / HAREC Technik, Betriebstechnik, Vorschriften Alle Frequenzen, volle Leistung, CEPT-weit gültig
Klasse 3 Einsteiger (CEPT Novice) Grundlegende Technik, Betriebstechnik, Vorschriften Eingeschränkte Frequenzen/Leistung
Klasse 4 Eingeschränkt Vereinfachte Technik, Vorschriften Stark eingeschränkt (nur UKW, 50W)
Klasse 2 Entfallen Wird nicht mehr vergeben, bestehende Bewilligungen gelten weiter

Unsere Empfehlung: Mach direkt Klasse 1 (CEPT/HAREC). Der Mehraufwand gegenüber Klasse 3 oder 4 ist überschaubar, aber du hast damit Zugang zu allen Frequenzen, volle Sendeleistung und kannst in allen CEPT-Ländern funken.

Prüfungsablauf

Die Amateurfunkprüfung ist ein schriftlicher Multiple-Choice-Test. Für jede Frage gibt es mehrere Antwortmöglichkeiten, von denen genau eine richtig ist.

Prüfungsgebiete (Klasse 1)

T

Technik

Elektrotechnik, Elektronik, Schaltungstechnik, Antennen, Messtechnik, Wellenausbreitung, EMV

B

Betriebstechnik

Funkbetrieb, Q-Schlüssel, Buchstabiertafel, Ausbreitungsbedingungen, Contestbetrieb

V

Vorschriften

TKG, Amateurfunkverordnung, CEPT-Empfehlungen, ITU Radio Regulations, Bandpläne

Die Prüfung dauert ca. 3 Stunden. Zum Bestehen musst du in jedem Teilbereich mindestens 60 % der Fragen richtig beantworten. Hilfsmittel (Taschenrechner) sind erlaubt, Formelsammlungen werden bereitgestellt.

Kosten der Amateurfunkprüfung

Die Prüfungsgebühr wird von der Fernmeldebehörde festgelegt. Die aktuellen Kosten findest du auf der Website der FB:

Fernmeldebehörde – Amateurfunk →

Zusätzlich zur Prüfungsgebühr benötigst du ein Funkgerät. Ein Einsteiger-Handfunkgerät gibt es ab ca. 30–50 Euro. Für die Prüfungsvorbereitung empfehlen wir unseren Amateurfunkkurs.

Prüfungsorte & Termine

Die Fernmeldebehörde bietet Prüfungen an folgenden Standorten an:

Wien
Graz
Linz
Innsbruck
Klagenfurt
Hard
Vorarlberg

Die aktuellen Termine werden von der Fernmeldebehörde veröffentlicht. Prüfungen finden mehrmals jährlich statt. Anmeldung direkt bei der FB.

Vorbereitung & Amateurfunkkurs

Die Amateurfunkprüfung erfordert solide Vorbereitung. Der Fragenkatalog der Fernmeldebehörde ist öffentlich zugänglich – die Prüfungsfragen stammen daraus.

Unser Kursangebot

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Kursdetails & Anmeldung →

Selbststudium – Lernressourcen

Nach bestandener Prüfung

Nach bestandener Prüfung erhältst du:

  1. Amateurfunkbewilligung – deine offizielle Berechtigung zum Senden
  2. Rufzeichen – dein persönliches Rufzeichen (z. B. OE8ABC). In Kärnten beginnen alle Rufzeichen mit OE8.
  3. HAREC-Zeugnis (bei Klasse 1) – international anerkanntes Prüfungszeugnis, gültig in allen CEPT-Ländern

Anerkennung in Deutschland, Schweiz & Liechtenstein

Das österreichische HAREC-Zeugnis (Klasse 1) ist im gesamten DACH-Raum und darüber hinaus anerkannt:

Land Anerkennung Höchste Klasse
Deutschland HAREC → Klasse A (ohne erneute Prüfung) Klasse A
Schweiz HAREC → HB-Lizenz (Umschreibung beim BAKOM) HB-Lizenz (CEPT)
Liechtenstein HAREC → volle Anerkennung HB0-Lizenz

Zusätzlich kannst du mit der CEPT-Lizenz in über 40 Ländern weltweit ohne Zusatzgenehmigung funken – einfach mit dem eigenen Rufzeichen plus Länderpräfix (z. B. DL/OE8ABC in Deutschland).

Tipps für die Prüfung

1
Früh anfangen, regelmäßig üben

Plane 2–3 Monate Vorbereitungszeit. Täglich 30 Minuten sind besser als einmal pro Woche 4 Stunden.

2
Fragenkatalog durcharbeiten

Die Prüfungsfragen stammen aus dem offiziellen Katalog. Alle Fragen mindestens 2× durchgehen.

3
Technik verstehen, nicht auswendig lernen

Bei der Prüfung können Fragen leicht umformuliert sein. Wer das Prinzip versteht, erkennt die richtige Antwort.

4
Kurs besuchen

Ein strukturierter Kurs bringt System in die Vorbereitung und klärt offene Fragen. Unser Amateurfunkkurs hat 100 % Erfolgsquote.

5
Praxis sammeln

Besuche Funkrunden, höre auf den Bändern zu (SWL), nimm an Funkübungen teil. Praxis hilft bei Betriebstechnik-Fragen.

Häufige Fragen zur Amateurfunkprüfung

Was kostet die Amateurfunkprüfung in Österreich?

Die aktuelle Prüfungsgebühr wird von der Fernmeldebehörde festgelegt und ist auf bmf.gv.at einsehbar. Dazu kommen keine weiteren Verwaltungsgebühren. Die Bewilligung und das Rufzeichen werden nach bestandener Prüfung zugeteilt.

Wo kann ich die Amateurfunkprüfung ablegen?

Prüfungen finden regelmäßig in Wien, Graz, Linz, Innsbruck, Klagenfurt und Hard (Vorarlberg) statt. Die Termine veröffentlicht die Fernmeldebehörde auf fb.gv.at.

Wie läuft die Amateurfunkprüfung ab?

Die Prüfung ist ein schriftlicher Multiple-Choice-Test in den Bereichen Technik, Betriebstechnik und Vorschriften. Für Klasse 1 (CEPT/HAREC) werden alle drei Bereiche geprüft. Die Prüfung dauert ca. 3 Stunden.

Wie schwer ist die Amateurfunkprüfung?

Mit guter Vorbereitung ist die Prüfung gut machbar. Der Amateurfunkkurs von KÄRNTEN FUNKT hat eine Erfolgsquote von 100 % bei den letzten 3 Kursen. Wichtig ist regelmäßiges Üben mit den offiziellen Prüfungsfragen.

Ab welchem Alter kann man die Prüfung machen?

Es gibt kein Mindestalter für die Prüfung. Ein eigenes Rufzeichen wird ab 14 Jahren zugeteilt. Unter 14 kann man unter Aufsicht eines lizenzierten Funkamateurs funken.

Wird die österreichische Lizenz im Ausland anerkannt?

Ja. Mit Klasse 1 (CEPT/HAREC) darfst du in allen CEPT-Mitgliedsländern ohne Zusatzgenehmigung funken. Das HAREC-Zeugnis muss auch in Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein für die höchste Lizenzklasse anerkannt werden.

Welche Lizenzklasse soll ich wählen?

Wir empfehlen Klasse 1 (CEPT/HAREC). Der Mehraufwand gegenüber den eingeschränkten Klassen 3 und 4 ist überschaubar, aber du hast damit Zugang zu allen Frequenzen und kannst weltweit funken.

Wie lange ist die Amateurfunklizenz gültig?

Die Amateurfunkbewilligung wird in Österreich unbefristet erteilt. Es gibt keine Verlängerung oder Wiederholungsprüfung.

Bereit für die Prüfung?

Unser Amateurfunkkurs bereitet dich gezielt auf die CEPT/HAREC-Prüfung vor – mit 100 % Erfolgsquote.

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KÄRNTEN FUNKT

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