Prüfungsablauf, Kosten, Termine, Prüfungsorte & Vorbereitung – der komplette Guide zur Amateurfunkprüfung
Um in Österreich auf Amateurfunkfrequenzen senden zu dürfen, brauchst du eine Amateurfunkbewilligung. Dafür musst du die Amateurfunkprüfung beim Fernmeldebüro (FB) ablegen.
Die Prüfung ist mündlich und umfasst je nach Lizenzklasse unterschiedliche Wissensgebiete. Das Mindestalter für die Amateurfunkbewilligung beträgt 14 Jahre.
Gut zu wissen: Die Amateurfunkbewilligung wird in Österreich befristet erteilt und muss rechtzeitig verlängert werden. Eine erneute Prüfung ist dafür nicht erforderlich.
Österreich kennt drei Bewilligungsklassen, die aufeinander aufbauen und gegenseitig aufstufbar sind:
| Klasse | Bezeichnung | Prüfungsteile | Berechtigungen |
|---|---|---|---|
| Klasse 1 | CEPT / HAREC | Technik (erweitert), Betrieb & Fertigkeiten, Recht | Alle Frequenzen, volle Leistung, CEPT-weit gültig |
| Klasse 3 | Einsteiger | Technik (Grundlagen), Betrieb & Fertigkeiten, Recht | 144–146 MHz und 430–440 MHz, nur innerhalb Österreichs |
| Klasse 4 | Novize | Technik (Grundlagen), Betrieb & Fertigkeiten, Recht | Bestimmte KW- und UKW-Frequenzen, eingeschränkte Leistung |
Aufstufung möglich: Klasse 3 → Klasse 4 → Klasse 1 – jeweils nur eine Zusatzprüfung im fehlenden Fachgebiet.
Unsere Empfehlung: Mach direkt Klasse 1 (CEPT/HAREC). Der Mehraufwand gegenüber Klasse 3 oder 4 ist überschaubar, aber du hast damit Zugang zu allen Frequenzen, volle Sendeleistung und kannst in allen CEPT-Ländern funken.
Die Amateurfunkprüfung in Österreich ist eine mündliche Prüfung vor einer Prüfungskommission (2 Prüfer) der Fernmeldebehörde. Es werden bis zu 4 Kandidaten gleichzeitig geprüft, die Gesamtdauer beträgt ca. 1 Stunde. Jeder Kandidat erhält 3 Fragen pro Prüfungsgegenstand.
Elektrotechnik, Elektronik, Schaltungstechnik, Antennen, Messtechnik, Wellenausbreitung, EMV
Funkbetrieb, Q-Schlüssel, Buchstabiertafel, Ausbreitungsbedingungen, Frequenzen
TKG, Amateurfunkverordnung, CEPT-Empfehlungen, ITU Radio Regulations, Bandpläne
Die Prüfer stellen Fragen aus dem offiziellen Prüfungskatalog der Fernmeldebehörde. Zum Bestehen musst du in jedem Teilbereich ausreichende Kenntnisse nachweisen.
Quelle: Fernmeldebüro – Amateurfunkprüfung
Die aktuellen Gebühren für Prüfung und Amateurfunkbewilligung werden vom Fernmeldebüro festgelegt und können sich ändern.
Aktuelle Gebühren auf fb.gv.at →
Zusätzlich benötigst du ein Funkgerät. Ein Einsteiger-Handfunkgerät gibt es ab ca. 30–50 Euro. Für die Prüfungsvorbereitung empfehlen wir unseren Amateurfunkkurs.
Die Fernmeldebehörde bietet Prüfungen an folgenden Standorten an:
Die aktuellen Termine werden von der Fernmeldebehörde veröffentlicht. Seit 2020 kann jeder Prüfungsort frei gewählt werden, unabhängig vom Wohnbundesland.
Aktuelle Prüfungstermine auf fb.gv.at →
So meldest du dich zur Amateurfunkprüfung in Österreich an:
KÄRNTEN FUNKT Kursteilnehmer: Für unsere Kursteilnehmer organisieren wir die Prüfungsanmeldung und den Termin bei der Fernmeldebehörde – du musst dich um nichts kümmern.
Die Fragen der Amateurfunkprüfung in Österreich stammen aus dem offiziellen Fragenkatalog der Fernmeldebehörde. Der Katalog ist öffentlich zugänglich und wird regelmäßig aktualisiert.
| Prüfungsgebiet | Fragen pro Kandidat | Themen (Auszug) |
|---|---|---|
| Technik | 3 | Elektrotechnik, Schaltungen, Sender/Empfänger, Antennen, Wellenausbreitung, EMV |
| Betrieb & Fertigkeiten | 3 | Betriebsabwicklung, Q-Gruppen, Buchstabiertafel, Frequenzen, Bandpläne |
| Recht | 3 | TKG 2021, Amateurfunkverordnung, CEPT-Empfehlungen, ITU Radio Regulations |
Insgesamt werden 9 Fragen gestellt (3 pro Fachgebiet). Für Klasse 1 (CEPT/HAREC) ist der Technik-Teil umfangreicher als für Klasse 3 oder 4.
Tipp: In unserem Amateurfunkkurs arbeiten wir den gesamten Fragenkatalog systematisch durch. Alle Fragen werden erklärt und geübt – nicht nur auswendig gelernt, sondern verstanden.
Die Amateurfunkprüfung erfordert solide Vorbereitung – 3 bis 6 Monate kursbegleitend sind realistisch.
CEPT/HAREC-Vorbereitung – Hybrid (Online + Präsenz in Villach)
Nach bestandener Prüfung sind zwei Schritte notwendig:
Das österreichische HAREC-Zeugnis (Klasse 1) ist im gesamten DACH-Raum und darüber hinaus anerkannt:
| Land | Anerkennung | Höchste Klasse |
|---|---|---|
| Deutschland | HAREC → Klasse A (ohne erneute Prüfung) | Klasse A |
| Schweiz | HAREC → HB-Lizenz (Umschreibung beim BAKOM) | HB-Lizenz (CEPT) |
| Liechtenstein | HAREC → volle Anerkennung | HB0-Lizenz |
Zusätzlich kannst du mit der CEPT-Lizenz in über 40 Ländern weltweit ohne Zusatzgenehmigung funken – einfach mit dem eigenen Rufzeichen plus Länderpräfix (z. B. DL/OE8ABC in Deutschland).
Plane 2–3 Monate Vorbereitungszeit. Täglich 30 Minuten sind besser als einmal pro Woche 4 Stunden.
Die Prüfungsfragen stammen aus dem offiziellen Katalog. Alle Fragen mindestens 2× durchgehen.
Bei der Prüfung können Fragen leicht umformuliert sein. Wer das Prinzip versteht, erkennt die richtige Antwort.
Ein strukturierter Kurs bringt System in die Vorbereitung und klärt offene Fragen. Unser Amateurfunkkurs hat über die letzten Jahre Hunderte Funkamateure erfolgreich ausgebildet.
Besuche Funkrunden, höre auf den Bändern zu (SWL), nimm an Funkübungen teil. Praxis hilft bei Betriebstechnik-Fragen.
Unser Amateurfunkkurs bereitet dich gezielt auf die CEPT/HAREC-Prüfung vor – über die letzten Jahre haben wir Hunderte Funkamateure erfolgreich ausgebildet.
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