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Meshnetze

Blackout in Kärnten: Wie erreiche ich meine Familie?

25. Oktober 2026

Kärntenkarte mit Netzlinien von CarinthiaMesh, Schriftzug "Ohne Handynetz? Das Funknetz für Kärnten. Blackout-Vorsorge für alle."

Stromausfall in ganz Kärnten. Das Handy zeigt keinen Empfang, das WLAN ist weg. Wie sagst du deiner Familie, dass es dir gut geht? Und wie erfährst du, ob bei ihr alles in Ordnung ist?

Das Video zeigt in knapp vier Minuten, wie wir dafür mit CarinthiaMesh ein Funknetz aufbauen. Darunter steht, was du daraus für deine eigene Vorsorge mitnehmen kannst.

Spieldauer 3:48. Eingebettet im erweiterten Datenschutzmodus – eine Verbindung zu YouTube entsteht erst, wenn du auf Play drückst. Direkt auf YouTube ansehen · unser Kanal @KaerntenFunkt

Was bei einem Blackout wann ausfällt

Ein flächendeckender Stromausfall trifft die Kommunikation in Stufen:

  • Nach 30–60 Minuten: Die Notstromversorgung der Mobilfunkmasten ist leer. Kein Handynetz mehr.
  • Nach etwa 2 Stunden: Internet und Festnetz fallen aus. Keine Messenger, keine E-Mail, kein WLAN.
  • Nach etwa 4 Stunden: Totale Funkstille. Kein Kontakt zu Familie, Nachbarn und Einsatzkräften.

Mehr dazu und welche Funkarten dann helfen, steht auf der Seite Blackout-Kommunikation.

Warum ein Mesh-Netz dafür taugt

Ein Funkgerät braucht keine Steckdose, keinen Anbieter und kein Internet. Bei MeshCore geben Repeater auf Bergen und Hausdächern Nachrichten von Station zu Station weiter. Dadurch reicht eine Nachricht weit über die Reichweite deines eigenen Geräts hinaus.

  • Über 60 Repeater sind in Kärnten in Betrieb.
  • Die längste gemessene Verbindung reicht bis nach Slowenien: 126,9 km.
  • Ein Gerät kostet ab ca. 50 Euro, eine Funklizenz brauchst du nicht.
  • Die Geräte laufen mit Akku, Powerbank oder Solar. Sie sind autark.

Stand der Zahlen: Oktober 2026. Wo gerade Knoten stehen, zeigt die Live-Netzkarte.

Dein Plan: Stunde 1, Tag 1, Woche 1

Vorher, jetzt gleich

  • Ein Gerät besorgen und mit der App einrichten. Wie das geht, steht im Wiki und auf unserer Seite MeshCore in Kärnten.
  • Mit der Familie ausmachen: Wer hat welches Gerät? Auf welchem Kanal melden wir uns? Wir nutzen den Kanal #kf.
  • Akku und Powerbank geladen halten, am besten mit einem kleinen Solarpanel als Reserve.
  • Testen, solange noch alles läuft: Wie weit kommt eine Nachricht von deinem Wohnort aus?

In der ersten Stunde

  • Gerät einschalten, Verbindung zum Netz prüfen, kurze Meldung absetzen: Name, Ort, „alles in Ordnung“.
  • Nicht jede Minute senden. Das Netz überträgt nur kurze Texte, und jede Nachricht belegt Sendezeit für alle.

Am ersten Tag

  • Feste Meldezeiten ausmachen, zum Beispiel morgens und abends. Zwischen den Zeiten Gerät sparsam nutzen.
  • Antworten kommen nicht garantiert. Wenn keine kommt, bedeutet das nicht, dass etwas passiert ist.

In der ersten Woche

  • Akku managen: Powerbank und Solar im Wechsel, Gerät bei Bedarf ausschalten.
  • Nachbarn einbinden. Je mehr Geräte und Standorte, desto stabiler das Netz in deinem Ort.

Was es nicht kann

MeshCore überträgt nur Text und garantiert keine Erreichbarkeit. Es ersetzt weder den Notruf (112, 144, 133) noch den BOS-Funk. Es ergänzt sie – für den Fall, dass sonst nichts mehr geht. Sprache, Bilder und Videos gehen nicht.

So fängst du an

Teile den Artikel mit Nachbarn, Gemeinde und Feuerwehr. CarinthiaMesh ist eine offene Community auf Basis von MeshCore (Open Source) – dabei sein kann jeder, auch ohne uns und ohne Verein. KÄRNTEN FUNKT hilft beim Ausbau mit Plattform, Monitoring und Trainings. Fragen? Melde dich bei uns.

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